Integrierter Obstanbau

im Alten Land

Seit 1985 produziert unser Betrieb INTEGRIERT

im Einklang mit der Natur

Der integrierte Anbau beginnt mit dem Pflanzen der Obstbäume. Hier verwenden wir Obstunterlagen, die nicht so stark wachsen, damit die Bäume insgesamt kleiner bleiben.

Die kleineren Bäume sind zwar nicht so ertragreich, aber sie haben viele Vorteile:

  • Die Früchte werden besser ernährt, da sie direkt an der Sonne sitzen und sich somit optimal entwickeln können.
  • Ernte, Schnitt und andere Pflegemaßnahmen lassen sich leichter ausführen.
  • Kleine Bäume trocknen nach einem Regenschauer wesentlich schneller ab, so dass möglichen Schadpilzen der Lebensraum entzogen wird.
  • Da die kleinen Bäume auch vom Wuchsverhalten schwächer sind, sind diese auch für tierische Schädlinge nicht so interessant, da die Schädlinge kräftig wachsende Jungtriebe vorziehen.

Bei der integrierten Produktion wird stark auf die Mithilfe der Natur gesetzt.

Wir haben über 200 Nistkästen...

… in den Plantagen aufgehängt, die überwiegend mit Meisen besetzt sind und somit die Schadinsekten erfolgreich minimieren. Bei der Mäusejagd unterstützen uns Greifvögel, Fischreiher, Füchse und eine Schar Katzen.

Um einen genauen Überblick darüber zu bekommen, ob unsere Bäume und Früchte auch gesund sind, haben wir in jeder Plantage Bäume markiert. Diese Bäume werden regelmäßig von Dr. Wolfram Klein (Obstbauberatungszentrum Jork) untersucht. Mit einem Klopftrichter fängt Dr. Klein Schädlinge und Nützlinge auf und erst wenn die Nützlinge nicht mehr alleine die Schadinsekten vertilgen können, unterstützen wir.

Früher wurde nach der Blüte meistens ein Breitbandinsektizid eingesetzt. Dann hatte man ein Jahr Ruhe vor den Schädlingen aber auch die Nützlinge wurden mit minimiert.

Im integrierten Anbau geht man nun ganz andere Wege.

Auf den Blättern sitzen immer mehrere Generationen der Schädlinge
(Eier, Junge, Geschlechtsreife und Alte).

Würde man nun den Schädling einfach komplett bekämpfen, so hätten die Nützlinge keine Nahrung mehr und sie würden sich gegenseitig auffressen. Im nächsten Jahr hätte man dann noch wesentlich mehr Schädlinge. Wir bekämpfen deshalb nur eine Generation. Nämlich die, die die nächsten Eier legen würden.
So bleiben immer noch genug Junge und Alte als Futter für die Nützlinge übrig und die Bäume und Früchte werden nicht geschädigt. Der natürliche Kreislauf bleibt erhalten. Um so eine Maßnahme durchführen zu können, ist ein hohes Maß an Fachwissen nötig. Wird einen Tag zu früh behandelt, gehören die Schädlinge noch zu den Eiern, kommt man einen Tag zu spät, gehören Sie schon zu den „Rentnern“. Deshalb haben wir Dr. Klein mit der genauen Kontrolle unserer Plantagen beauftragt.

Aber auch von staatlicher Seite erfolgen strenge Kontrollen. Das deutsche Pflanzenschutzgesetz ist sehr streng und für den integrierten Obstbau gibt es nur eine ganz geringe Anzahl an zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, deren Anwendung genauestens kontrolliert wird. Es werden in den Obstanlagen Boden-, Blatt- und Fruchtproben genommen. Die Früchte werden bei uns im Lager, bei der Genossenschaft, im Laden und auf dem Wochenmarkt untersucht. Ein Verstoß gegen das Pflanzenschutzgesetz würde das unweigerliche AUS für den Obstbaubetrieb bedeuten. Aber so können Sie stets sicher sein, gesunde, vitaminreiche und wohlschmeckende Früchte aus dem kontrollierten, integrierten Obstanbau zu erwerben.

Fakten

Die Obst-Lagerung

Lagertemperaturen:

Je nach Apfelsorte zwischen +1 & +3 Grad. Birnen bei -1 Grad bis + 1 Grad | Luftfeuch-tigkeit um 90% | Sauerstoffgehalt ca. 1,8%

Wetterjahr auf dem Obsthof​

Ausblick auf ein Wetterjahr auf einem Obsthof… oder: 
Warum ist es so schwierig, mit einem Altländer-Obstbauern über das „tolle Wetter“ zu reden?

Die Apfelernte

Anfang August beginnt im Alten Land die Apfelernte mit den Frühsorten wie Augustapfel, Piros, Delbare, Grafensteiner und Colina.

In manchen Jahren zeiht sich die Erne bis in den November hinein.

Online-Shop

Kulinarische Besonderheiten und Spezialitäten aus der Region finden Sie in unserem Onlineshop.